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Ohne Umsetzungskompetenz (Volition) geht es nicht

Bei der oben genannten empirischen Studie überdurchschnittlich erfolgreicher Unternehmer und Führungskräfte ist dem Team des Instituts für Management-Innovation aufgefallen, dass diese Personen über eine Kompetenz verfügen, die in den üblichen Kompetenzmodellen gar nicht auftaucht. Es ist die Umsetzungsstärke oder Willenskraft (Fachbegriff Volition). Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, Chancen, Ziele und Absichten in messbare Resultate umzusetzen. Diese Stärke nennen wir Umsetzungskompetenz.

Abbildung 4: Die Umsetzungskompetenz (Volition)
macht die anderen Managementkompetenzen wirksam

 

Bei den Interviews zeigte sich, dass die Geschäftsführer der mittelständischen Weltmarktführer (Hidden Champions) nicht viel mit den idealisierten Vorstellungen von „heroischen Führungspersönlichkeiten“ gemein hatten. Wenn diese außergewöhnlich erfolgreichen Unternehmer etwas verbindet, dann sind es nicht idealistische „visionäre“ oder „charismatische“ Eigenschaften, sondern die Fähigkeit, Ziele und Motive trotz widriger Umstände in messbare Resultate umzusetzen. Deswegen erzielen sie auch mit bescheidenen Mitteln, häufig unter ungünstigen Rahmenbedingungen überzeugende Leistungen. Sehr oft beobachtet man in der Praxis ein gegenteiliges Phänomen, das der Volksmund mit den Worten beschreibt: „Wir sind Wissensriesen, aber Umsetzungszwerge“. Diese Umsetzungsstärke (Fachbegriff Volition) besteht aus fünf Teilkompetenzen, die wir in einer separaten empirischen Studie mit rund 14.000 Teilnehmern validiert haben. Einzelheiten zu diesem Forschungsprojekt findet man unter www.willenskraft.net und einen Test dieser Fähigkeiten im Management Test Center.

Die Ergebnisse werden gegen Ende dieses Jahres im Springer Verlag mit folgenden bibliographischen Angaben publiziert: Pelz, W.: Umsetzungskompetenz als Schlüsselkompetenz für Führungspersönlichkeiten. In: Au, Corinna von (Hrsg.): Leadership und angewandte Psychologie. Band 3: Eigenschaften und Kompetenzen von Führungspersönlichkeiten. Berlin: Springer Verlag (erscheint 2016). Zu journalistischen Beiträgen siehe die Publikationsliste auf den Seiten des Instituts für Management-Innovation.