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Transformationale Führung ist die Schlüsselkompetenz

Das Institut für Management-Innovation hat eine zweite Studie zum Thema Führungskompetenzen durchgeführt. Ausgangspunkt waren persönliche Interviews mit Geschäftsführern mittelständischer Weltmarktführer (Hidden Champions). Die Ergebnisse der Studie wurden anschließend anhand einer schriftlichen Befragung von 250 Unternehmen und einer Online-Befragung von rund 14.000 Fach- und Führungskräften empirisch überprüft und validiert. Einzelheiten dazu findet man auf der Homepage des Forschungsprojektes unter Transformationale Führung. Der zugrunde liegende Test befindet sich unter dem folgenden Link: Test der Transformationalen Führungskompetenzen. Es sind Kompetenzen, wie sie bei mittelständischen Weltmarktführern (Hidden Champions) praktiziert werden.

  • Vorbildfunktion wahrnehmen: Ein Klima von Vertrauen und gegenseitigem Respekt fördern; die Loyalität der Mitarbeiter erwerben; als Mensch überzeugen
  • Offen kommunizieren, für Fairness sorgen: Ausreichend informieren und Transparenz schaffen, überzeugend kommunizieren; konstruktives Feedback geben
  • Unterstützung und Lernfähigkeit fördern: Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter entwickeln; sie zur Selbstständigkeit und Übernahme von Verantwortung anregen
  • Für Ergebnisse sorgen: Klare Erwartungen formulieren, die Einhaltung von Zielvereinbarungen und Spielregeln konstruktiv durchsetzen
  • Ziele und Perspektiven vermitteln: anspruchsvolle und zugleich realistische Ziele formulieren und für deren Umsetzung sorgen
  • Unternehmerische Haltung fördern: Das Erkennen und Nutzen von Chancen und Verbesserungsvorschlägen fördern; zur Geschäftstüchtigkeit und Voraussicht anregen

Unter einem Vorbild kann man sehr unterschiedliche Dinge verstehen. Oft sind es Eigenschaften und Personen, die in den Medien als Vorbilder angepriesen werden - ohne Bezug zur Praxis in Unternehmen. Das macht eine Operationalisierung notwendig. In unserem Kompetenzmodell ist die Erfüllung der Vorbildfunktion wie folgt operationalisiert:

  1. “Er (oder sie) meint was er sagt”
  2. “Steht für klare Wertvorstellungen”
  3. “Setzt klare Ziele und Erwartungen”
  4. “Verfügt über profunde Fachkenntnisse”
  5. “Ist offen für Kritik und neue Ideen”
  6. “Man kann sich auf ihn/sie verlassen”
  7. “Verhält sich in einer Weise, die Respekt verdient”

Das Beispiel soll verdeutlichen, dass jede Kompetenz durch (zielführende) Verhaltensbeschreibungen operationalisiert sein muss. Das gilt auch für die oben genannten 34 Management- und Führungskompetenzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die gemessenen Kompetenzen nicht valide und reliabel und somit auch nicht praxisrelevant sein können. Für eine Validierung ist eine angemessen große Stichprobe erforderlich. Einzelheiten dazu skizziert der Abschnitt über Qualität (Validität und Reliabilität) von Diagnosemethoden. Aus diesem Grund wurde am Institut für Management-Innovation ein Test entwickelt, der den Namen Gießener Inventar der transformationalen Führungskompetenzen (GITF) trägt und unter dem Titel Transformationale Führung – Forschungsstand und Umsetzung in der Praxis veröffentlich wurde.