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Definition der Begriffe Management und Kompetenz

Definition: Management “is the process of getting things done, effectively and efficiently, with and through other people" (Stephen Robbins). Effizienz bezeichnet die Produktivität. Damit ist das Verhältnis zwischen dem Einsatz natürlicher, finanzieller oder personeller Ressourcen (Input) und dem Resultat in Form von Gütern und Dienstleistungen (Output) gemeint. In der Technik spricht man vom Wirkungsgrad, und der Volksmund sagt "die Dinge richtig tun".

Der Begriff Effektivität beschreibt die Auswahl und Umsetzung geeigneter Ziele. Das bezeichnet der Volksmund mit den Worten "die richtigen Dinge tun". Beispielsweise kann jemand sehr effizient mit einer Machete im Dschungel umgehen, aber dennoch in die falsche Richtung laufen (also ineffektiv) sein. Wer 10 Kilometer in die falsche Richtung läuft, macht einen Umweg von 30 Kilometern. Die Ziele werden aus den Erwartungen der Stakeholder (Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Investoren, Fiskus und Öffentlichkeit) abgeleitet und deren Umsetzung in Ergebnisse mit geeigneten Kennzahlen (Key Performance Indicators) gemessen.

Abbildung 1: Managementkompetenzen nach Hierarchiestufen (Verantwortungsebenen)

 

Definition: Eine Kompetenz ist eine Kombination aus Persönlichkeitsmerkmalen (zum Beispiel Begeisterungsfähigkeit und emotionale Stabilität), zielgerichtetem Verhalten (zum Beispiel Konfliktlösung und Verhandlungsführung) und Ergebnissen (zum Beispiel Produktivitäts- und Renditesteigerung), die zur Realisierung der Ziele einer Organisation (Unternehmen) beitragen. Voraussetzung ist eine zuverlässige Diagnose der Kompetenzen. Die Kernfrage lautet: Ist das Verhalten wirklich geeignet, die angestrebten Ziele in Resultate umzusetzen.

Die gesellschaftliche Verantwortung besteht darin, dass nur effiziente und effektive Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen, direkt und indirekt Steuern zahlen, die Erwartungen der Kunden und der Gesellschaft erfüllen können und sehr gut auf Risiken der Zukunft vorbereitet sind. Erfolglose Unternehmen leben dagegen auf Kosten der Gemeinschaft und verbrauchen dabei auch noch wertvolle Ressourcen.

Für diesen Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Unternehmen sind in erster Linie die Manager verantwortlich. Diese Personengruppe kann man je nach Hierarchiestufe in ein unteres, mittleres und oberes Management unterteilen. Das Top-Management und deren Kompetenzen haben größten Einfluss auf die Strategie und den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Jeder Spitzenmanager hat in der Regel auf der untersten Hierarchiestufe seine Laufbahn („Karriere“) begonnen. Deshalb gilt der Grundsatz, wonach die Auswahl und Förderung der Manager auf der untersten Verantwortungsebene entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Führungskräfte auf der mittleren und obersten Ebene hat. Jede Verantwortungsebene erfordert andere Prioritäten bei den Kompetenzen (siehe Abbildung 1).